Qualvolles Ende – Teil 14

Hier ist wieder was zum Lesen, viel Spaß 🙂

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Der Chefermittler  richtete sich auf, holte sein Handy aus der Hosentasche und wählte die Nummer von Abby’s Labor. „Abby hast du was Neues?“ Danach folgte eine kurze Pause. „Was? Weißt du nun was oder nicht?“, fragte der Chefermittler leicht genervt, dann folgte eine weitere Pause, in der Abby sprach. „Du meinst also, es sind so anderthalb Stunden unterschied. Danke Abbs. Ruh dich aus. Ich werde ihn suchen und bringe ihn dir zurück.“ Die letzten Worte sprach Gibbs leise, dann legte er auf und machte sich wieder auf den Weg zu seinem Auto. Unterwegs bekam er einen anonymen Anruf. „Gibbs.“ „Sie haben eine letzte Chance verdient. Ich sage ihnen den Ort und sie kommen alleine dort hin, ansonsten ist ihr Agent sofort tot.“ In Gibbs brach die pure Wut aus, doch er musste sich beherrschen. „Ich würde gerne mit meinem Agenten reden.“ Für ein paar Sekunden war nichts von dem Gegenüber zu hören. Doch kurze Zeit später durchbrach eine leise, geschwächte Stimme die Stille. „B…Boss. Es… es tut mir leid…“ Doch Gibbs unterbrach ihn, er wusste, er konnte nicht lange mit Tony reden, deswegen brachte er es schnell auf den Punkt. „Tony hör mir zu. Du darfst nicht in Panik ausbrechen. Die Bombe tickt dadurch schneller. Beruhige dich. Ich werde dich finden und befreien, aber bitte, bleibe ruhig. Du musst deinen Herzschlag und Atem normal halten.“ Wieder drangen Tony’s Worte in Gibbs Ohr. „Mach… ich.“ Dann bekam Gibbs noch den genauen Aufenthaltsort mitgeteilt und es wurde wieder aufgelegt. Sofort machte sich Gibbs besorgt auf den Weg zu seinem Agenten.

 

Es war ruhig, zu ruhig für Tony. Er hörte lautstark in welchem Rhythmus sein Herz pochte und sein Atem ging stoßweise. Tony versuchte sich an das Versprechen was er Gibbs gegeben hatte zu halten. Es war schwer, aber er kämpfte für sich und für Gibbs Der junge Agent versuchte wieder in die Realität zu kommen. Doch das war gar nicht so einfach. Um das zu schaffen, versuchte er sich abzulenken, indem er an den ersten Tag beim NCIS und an Gibbs dachte.

 

Gibbs, du warst wenn ich ehrlich bin, bei unserem ersten Zusammentreffen nicht gerade sympathisch aufgetreten. Grumlig, dich hat niemand interessiert, außer dein Fall und alle anderen, die nicht in deinem Verein gearbeitet haben, hast du nichts zugetraut. Du wolltest sie schon mit deinem Blick niedermachen, aber bei mir warst du da an der falschen Adresse. Auch wenn die erste Zeit des Zusammenarbeitens mit dir unangenehm war, da dir das Vertrauen fehlte. Ich bin mir sicher, dass sich das geändert hat, obwohl du immer noch viele Geheimnisse hast, um uns zu schützen. Selbst das schreien und die Kopfnüsse verstehe ich jetzt, das sind deine Zeichen der Zuneigung. Es kommt bei dir auf die Stimmlage an. Du weißt es vielleicht nicht, aber ich hoffe, ich kann es dir nochmal sagen. Du bist mir immer ein guter Freund gewesen und warst der Vater, den ich mir immer gewünscht habe.

 

Plötzlich wurde Tony von der auffliegenden Tür aus den Gedanken gerissen. Sein Entführer lief auf das Bettgestell zu und hielt eine große Plastiktüte in seiner linken Hand, in der rechten einen nassen Waschlappen. Tony blieb stark für Gibbs und hielt, wie ihm befohlen, seinen Herzschlag und Atem ruhig. Doch innerlich überschlugen sich seine Gedanken, er hatte mühe seine Gefühle und damit seine Angst zu unterdrücken.

 

Was hat der Mann jetzt mit mir vor? Was will der mit dem nassen Lappen und der Tüte? Will er…? Nein… nein, an so was darfst du gar nicht erst denken. Bestimmt sorgt er sich nur um mich und denkt ich hätte Fieber… Was rede ich hier eigentlich für wirres Zeug. Der macht sich bestimmt keine Sorgen um mein Wohlbefinden. Eher genau das Gegenteil…

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