Qualvolles Ende – Teil 10

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Die Verzweiflung holt die Hoffnung ein

 

Tony schloss die Augen, er blendete den Schmerz aus. Es war totenstill in dem Raum. Langsam blinzelte der Agent mit den Augen und guckte durch die ganze Zelle, doch er sah niemanden. Sein Peiniger musste wohl raus gegangen sein. Ein leichter Seufzer war von Tony zu vernehmen. Endlich mal kein Schmerz, was aber auch nicht wirklich stimmte, denn tief in der Seele gab es ein unerträglichen Schmerz, der nun an die Oberfläche drang. Es war Kate die er immer klarer vor sich sah.

„Tony du musst kämpfen. Gibbs verkraftet einen weiteren Verlust nicht mehr. Das Team leidet, wenn du nicht mehr da bis, alle Sorgen sich. Kämpfe für sie, sie brauchen dich doch. Gib nicht auf, hast du gehört? Du sollst nicht aufgeben. Sterbe nicht auch so früh wie ich. Das möchte ich nicht.“ Kate sah Tony mit tränenerfüllten Augen an. Auch sie machte sich sorgen um ihren ehemaligen Kollegen. Sie wollte und konnte ihn nicht so leiden sehen.“

 

„Kate, meine Kräfte lassen nach. Ich kann nicht mehr. Du musst mich verstehen. Ich will Gibbs nicht im Stich lassen, aber ich halte die Folter nicht mehr aus, ich will hier weg. Außerdem vermisse ich dich, ich hatte dir noch so vieles zusagen.“ Auch Tony liefen Tränen über die Wange auf seinen Oberkörper, der sofort anfing fürchterlich zu brennen.

 

„Tony verstehst du es nicht? Das Team braucht dich. Ich kann noch auf dich warten. Aber wie immer denkst du nur an dich. Das ist so typisch für dich.“ Kate zog ein verärgertes Gesicht und verschwamm bald vor Tonys Augen.

 

„Kate, nein bleib bei mir, bitte. Du kannst mir meine Kraft wieder geben, nur bitte geh nicht.“ Wie wild schüttelte Tony seinen Kopf hin und her.

 

„Aber nur wenn du Kämpfst. Gib mir dein Versprechen.“

 

„Ich verspreche dir zu kämpfen.“ Kate blieb also vor Tonys innerem Auge.

 

Plötzlich schwang die Tür auf und knallte gegen die kahle Mauer. Der Entführer kam drohend mit einer Spritze in der Hand auf den halluzinierenden Agenten zu. „Das wird deine letzte sein.“, sagte er und stach auch schon die Nadel durch die Haut. Schnell drückte er den Inhalt in die Vene und zog die Spritze wieder heraus. „Na wie war das Gespräch mit Agent Todd?“, fragte er mit einem normalen Ton. „Sie haben sie auch gesehen?“, fragte Tony überrascht, immerhin dachte er sie sei Tot. „Na klar. Sie ist immer noch so bildhübsch wie früher. Sie ist eine wunderbare Frau.“, schwärmte der Entführer und erreichte das, was er wollte. Er hatte es geschafft Tony verrückt zu machen. Zumindest so lange die Spritze wirkte und er die Kamera laufen hatte. Ja, die Kamera hatte alles aufgezeichnet, sogar das Gespräch von Tony mit der toten Kate. „Du liebst sie, nicht war?“ Verlegen guckte Tony den jungen Mann an. Ein kleines Lächeln überkam seine Lippen und er beantwortete die Frage mit einem Hauch. Die Antwort hieß wie nicht anders erwartet „Ja“.

 

Wieder war Tony alleine, obwohl, Kate war ja auch noch da. „Kate, komm her zu mir, bitte. Gib mir Kraft.“, flüsterte DiNozzo. Die Symptome die durch die  Spritze immer ausgelöst wurden, waren noch nicht da, aber bald würde es wieder anfangen, für ihn die Hölle auf Erden. Kate ging auf Tony zu und nahm beschützend seine Hand. „Tony… was hat er dir gegeben? Und wie oft schon?“, fragte sie besorgt. „Ich habe nicht mitgezählt. Aber es waren viele. Es tut mir gut. Ich fühle mich so frei, aber wenn es nachlässt, wird es unerträglich. Du musst mir beistehen. Wie… wie lange habe ich noch?“, die letzte Frage war in einem Zittern verschluckt worden. „Noch genug Zeit, dass dich Gibbs findet.“. Dann sagte sie es doch, war es wegen seiner ängstlichen Augen? „Etwas weniger als fünf Stunden. Hey, er wird dich finden.“ Kate strich ihm sanft durch das nass geschwitzte Haar. „Kate weißt du was, du bist eine wunderschöne Frau und ich liebe dich über alles. Ich bin froh, dass du mir in den letzten Stunden meines Lebens zur Seite stehst.“

 

Plötzlich fing Tony wieder an zu lachen. Sein Bewegungsdrang wurde unerträglich, doch er konnte sich nicht bewegen. Dadurch zogen die Ketten noch mehr an seinen Gliedern und verursachten unsagbare Schmerzen. Egal was der Agent versuchte, die Bewegungen waren nicht zu kontrollieren, zu den starken Schmerzen kamen wirre Gedanken. Mit einem Auflachen verkündete er lautstark das er Gibbs lieben würde, McGee’s Bruder und Ziva seine Tante wäre. Sein Gehirn spielte Verrückt. Mehr als sonst. „Ich bring dich um.“ „Mach doch, ich habe keine Angst.“, wie wild guckte er durch den Raum und lachte immer mehr. „Du wirst sterben.“ „Davor habe ich keine Angst.“ Ich werde dir deine Eingeweide als Mittagessen servieren.“ „Willst du mich beeindrucken? Du bist ein Taugenichts. Ich werde dich umbringen bevor du mich umbringst.“ Zwischendurch drangen die ängstlichen Worte von Kate in sein Gedächtnis. „Tony… Tony was ist los mit dir? Ganz ruhig. Mit wem redest du?“

 

Weiter geht’s demnächst 🙂

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